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Anstellung oder Selbständigkeit

Er beschrieb sich als innerlich getrieben. Alle würden irgendwas von ihm wollen, er käme nicht wirklich zur Ruhe. Sein Anlass für die Beratung bei uns war „selbstständig werden, Ruhe und den eigenen Rhythmus finden“.

Wir begannen mit dem, was er sich als Selbstständigkeit ausgesucht hatte: Eine eigene Heilpraktiker-Praxis. Im Moment arbeitete er noch als Einkäufer in einem größeren Unternehmen. Ein Job, der ihm schon lange keinen Spaß mehr machte. Der stete Druck noch günstiger einzukaufen, dabei nicht immer auf die Qualität und wichtige Rahmenbedingungen achten zu dürfen, verursachten in ihm stetig wachsendes Unwohlsein. Seine Krankheitstage nahmen nur deswegen nicht zu, weil er sich homöopathisch selbst helfen konnte. Doch das war kein Zustand auf Dauer.
Er war bereit für Veränderung, hatte auch schon die ersten nebenberuflichen Schritte gewagt. Doch obwohl sein Konzept sehr gut schien, alle relevanten Rahmenvoraussetzungen geschaffen waren, die Praxis hatte zu wenig zahlende Patienten. Vor einigen Jahren hatte die Heilpraktiker-Prüfung abgelegt und auch schon etliche Zusatzausbildungen in Homöopathie gemacht. Sein Wissen wurde von Freunden und Verwandten gerne genutzt, kostenlos versteht sich.

Er hatte sich für eine Beratungskombination entschieden, bei der sowohl seine Persönlichkeit, sein familiärer Hintergrund, sein erlernter Beruf als auch sein Wunschberuf in Verbindung gebracht wurden. Schon nach kurzer Zeit wurde erkennbar, dass er von seinen Eltern nur dann gesehen wurde, wenn er Leistung brachte. Diese Erkenntnis zog sich über seine komplette Schullaufbahn und manifestierte sich als Muster. Er definierte sich schlussendlich über Leistung. Bin ich gut, dann mögen mich meine Mitmenschen. Dies formte seinen unbewussten Wunsch, immer der Beste in dem zu sein, was er tat. War mal jemand anderes besser, dann löste dies in ihm eine Welle an Frust, Depression und Wut gegen sich selbst aus. Er machte sich innerlich nieder und spornte sich gleichzeitig wieder an um beim nächsten Mal besser zu werden.

Mit hypno-systemischem Coaching fand er seinen Weg aus diesem Kreislauf. Er erkannte seine individuellen Verhaltensmuster und veränderte emotionale Muster, die ihn seit frühester Kindheit begleiteten. Der Weg zu sich brachte ihn auch zu der Erkenntnis, dass die Arbeit als Heilpraktiker nicht die ist, die ihn wirklich erfüllt. Er wollte seine Zahlen um sich haben, mit ihnen fühlte er sich wohl. Gleichzeitig wollte er nicht mehr als Einkäufer in einer Festanstellung sondern selbstständig arbeiten. Er erkannte, dass dies weniger etwas mit äußerer als vielmehr innerer Ruhe zu tun hat.
In auf einander aufbauenden Schritten fand unser Kunde zu seinem neuen Geschäftskonzept und ist in der Zwischenzeit erfolgreicher Revisor in der Branche, in der er zuvor als Einkäufer arbeitete. Wir wünschen ihm weiterhin viel Erfolg auf seinem Weg.