J. H. Schultz - Geschichte Des Autogenen Training, AT

Die Geschichte des autogenen Trainings

Der Begriff „Autogenes“ lässt sich aus den griechischen Worten „autos“ = „selbst“ und „genos“ = „erzeugen“ ableiten. Beim Autogenen Training wird etwas aus sich selbst erzeugt.

Johannes Heinrich Schultz entdeckte das Autogene Training neu. „neu“ deswegen, da die von ihm publizierten Erkenntnisse für ihn neu waren, für z.B. indische und buddhistische Mönche jedoch zu den Grundlagen auf ihrem Erkenntnisweg zählen. Die Ergebnisse und das Wirken von J.H. Schultz werden hierdurch in keinster Weise geschmälert, sie bleiben unangetastet. Er sorgte dafür, dass das Wissen in der westlichen Medizin Anerkennung fand.

J. H. Schultz wurde am 20. Juni 1884 in Göttingen geboren. Von Geburt an litt er unter schwerem Asthma.
Bereits 1907, nach seinem Medizinstudium promovierte der ambitionierte junge Mann in Göttingen. Es folgten Tätigkeiten in verschiedenen Kliniken, in denen er sich sehr intensiv mit Hypnose, Psychoanalyse, Autosuggestion  und den Möglichkeiten der Selbsthypnose beschäftigte.
Die Faszination an der Beschäftigung mit seinen eigenen inneren Bildern, den einhergehenden psychischen Erfahrungen, halfen ihm bei der Heilung seiner Asthma-Erkrankung.

Als Assistenzarzt in Frankfurt wollte Schultz die psychosomatischen Phänomene der Traumatisierten weiter erforschen. Er versetzte Studenten in Hypnose und befragte sie nach ihren Erfahrungen beim Hinübergleiten in den Trancezustand. Ein sehr hoher Prozentsatz erinnerte sich an „ein Schweregefühl im Schreibarm“. H.J. Schultz experimentierte damit, dieses Schweregefühl von seinen Versuchspersonen durch eine Reihe immer wiederkehrender Formeln selbst, ohne Hypnose, erzeugen zu lassen: Das war die Geburtsstunde des autogenen Trainings.

1915, kurz nach dem Beginn des ersten Weltkrieges, konnte J. H. Schultz bei dem damals berühmten Psychiater Otto Binswanger in Jena habilitieren.

Nach intensiver Forschung veröffentlichte J. H. Schultz 1932 sein Buch „Das Autogene Training – konzentrative Selbstentspannung“, AT.