Jing Jang, Yin-yang, Ying Yang

Kybalion – Das männliche und weibliche Prinzip I

Was ist typisch männlich und was ist typisch weiblich? Mal vom Sexus abgesehen, sind wir nicht alle gleichwertig?

Beim männlichen und weiblichen Prinzip denken wir automatisch an den Sexus. Der gehört zur evolutionären Entwicklung dazu. Gehen wir einen Schritt weiter und hinterfragen die Prinzipien, dann wird schnell sichtbar, dass es sich um weit mehr als rein biologische Fortpflanzung handelt.

Manche Menschen fühlen sich nur durch den Partner/die Partnerin komplett. In diesen Fällen ist, irgendwann nach dem ersten ‚verliebt Sein‘, die Luft aus der Beziehung plötzlich raus. Der Partner/die Partnerin kann nicht das erfüllen, was er/sie sich wünscht. Was ist passiert?

Das weibliche Prinzip I

Die Frau suchte nach einem Mann, der sie hält, der ihr Stütze in ihrer Emotionalität ist, der ihrem Sein eine äußere Form gibt, sie trägt und durch sein Tun dafür sorgt, dass sie sich geborgen fühlt.
Wenn es im Alltag dann dazu kommt, dass er viel arbeitet, damit er ihr ihre Wünsche erfüllen kann, beklagt sie sich darüber, dass er keine Zeit für sie hat.

Die Frau sucht in solchen Fällen etwas beim Mann, das sie nur bei sich selbst finden kann. Sie versucht über ihn ihren Mangel zu kompensieren. Ein Mangel, der gleichzeitig mit einer unbewussten Ressource verbunden ist. Wird sie sich dessen bewusst, kann sie ihre Stärken und Schwächen akzeptieren und an den Stellen, an denen sie es sich wünscht, in die Selbstverantwortung und Entwicklung gehen.

Das männliche Prinzip I

Gehen wir davon aus, dass die Frau sich des IST-Zustandes bewusst wird und erkennt, dass sie mehr kann als Fühlen und sich Wunschvorstellung erträumen. Sie möchte in das aktive Tun kommen, das sich aus ihr selbst entwickelt und nicht ausschließlich von äußeren Bedingungen wie ‚Geld verdienen müssen für den Lebensunterhalt‘ abhängig ist. Ist sie an diesem Punkt angekommen, dann hat sie sich verändert und befindet sich schon im männlichen Prinzip. Sie nimmt wahr was sie möchte und was sie nicht möchte. Dabei hat sie natürlich ihre Gefühle und Wünsche mit dabei. Diese werden reflektiert. Ideen des Machbaren und der Möglichkeiten werden entwickelt.

Das weibliche Prinzip II

Im Geist sich die Dinge vorstellen ist eines, doch mit welchen Gefühlen sind die Ideen und Wünsche verbunden? Spürt sie die Realisierung oder trägt sie noch ‚ach das geht ja doch nicht, weil …‘ in sich. Genau hier beginnt die Bereitschaft für die tatsächliche Umsetzung. Was ist sie bereit zu tun, damit sich etwas an ihrer Situation verändert? Wie fühlt sich ihr Ziel gedanklich an? Fühlt sie sich schon am Ziel, so als hätte sie es schon erreicht? Sieht sie sich in der Lösung oder sieht sie sich im Mangel und in möglichen Schwierigkeiten?
In dieser Phase des weiblichen Prinzips geht es darum, Lösungswege und Möglichkeiten zu ebnen. Wieviel Einsatz möchte jemand bringen um sein Ziel zu erreichen; wie werden Lösungen für Hindernisse entwickelt; wie wird mit Hindernissen umgegangen, zur Lösung orientiert oder frustriert?
Jedes Hindernis birgt sowohl Chance wie Risiko in sich. Das Risiko abzubrechen und nicht genügend Nährboden zur Verfügung zu stellen und die Chance neue Erfahrungen zu machen, sich zu öffnen.

Das männliche Prinzip II

Ist die Bereitschaft vorhanden sich zu entwickeln, dann finden sich ungeahnte Lösungswege. Es beginnt die Zeit der Umsetzung, des Machen. Greifbare Ergebnisse werden sichtbar. Jedes Ergebnis ist die Wirkung auf das, was sich zuvor entwickelt hatte und gleichzeitig Ursache für die darauf folgende Entwicklung. Wird das Ergebnis positiv empfunden, dann steigert dies die Motivation zum in die Richtung weiter machen. Wird das Ergebnis negativ empfunden, dann könnte überprüft werden, wo im vorherigen Ablauf etwas verändert/optimiert werden könnte.

Das weibliche ist im männlichen und das männliche ist im weiblichen Prinzip enthalten. Manchmal strengen wir uns an, möchten uns entwickeln, tun vieles dafür und können nicht selbständig erkennen, wieso und woran es hakt. In diesen Moment helfen z.B. systemische Aufstellungen und Hypnosecoaching. In der Beratung werden individuelle, unbewusste Zusammenhänge sichtbar, Verstrickungen können gelöst und ungenutzte, bestehende Ressourcen aktiviert werden.

PAAR-Beziehungen

Partnerschaften, in denen beide auf dem Weg zu sich sind, sich nicht mehr über den Partner/die Partnerin definieren möchten, erleben ihre Beziehung auf einer anderen Ebene. Sie stützen sich gegenseitig, unterstützen, fordern und fördern einander in der jeweils individuellen Entwicklung.
Die Frau kann sich bewusst erobern lassen und der Mann kann seine Heldenreise antreten zum Herzen der Frau. Im gemeinsamen SEIN erleben beide ihre Erfüllung und können sich gemeinsam, unabhängig entwickeln.

Weitere Informationen dazu, wo sich beispielsweise ungenutzte Blockaden entwickeln können:

http://kybkom.de/kybalion-das-maennliche-und-weibliche-prinzip/

Hast du Fragen zum Thema? Einfach mailen, ich beantworte sie dir gerne.
Herzliche Grüße
Karin

Karin Pietzek
Entspannungspädagogin
Coach für Burnout Prävention, Supervision

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