Kybalion: Das Prinzip Des Geschlechts In Der Psychologie, Tiefenpsychologie, Hypnose.

Kybalion – das männliche und weibliche Prinzip II

„Geschlecht ist in allem; alles trägt sein männliches und sein weibliches Prinzip in sich; Geschlecht offenbart sich auf allen Ebenen.“

Hermetiker lehren, dass es sich beim Prinzip des Geschlechts um etwas anderes als den Sexus handelt. Es geht um den Ursprung der zugrunde liegenden Qualitäten.

Wird die Frage nach den typisch männlichen und typisch weiblichen Prinzipien in einem Seminar gestellt, dann kommen häufig Antworten, die irgendetwas mit dem Sexus zu tun haben. Doch was sind die zugrunde liegenden Qualitäten?

Auf meiner Suche nach Antworten kam ich zu den Erkenntnissen, die im Bild oben dargestellt sind.

Die Raum-Zeit-Achse

Die Raum-Zeit-Achse in der Abbildung ist ein Hilfsmittel zum leichteren Verständnis.
Der Raum entspricht einer Anschauungsform des wahrnehmenden Menschen.
Die Zeit beschreibt eine Folge von wahrgenommenen Ereignissen, die den Eindruck einer Richtung (Zeit) geben.

Psychologie in der Raum-Zeit-Achse

Die Psychologie in der Raum-Zeit-Achse gleicht einem Perpetuum mobile, bei dem nicht klar ist, woher der erste Impuls kam. In der Psychologie ist das Baugehirn auch als enterisches Nervensystem bekannt. Es hat eine ähnliche Struktur wie das Kopfgehirn. In der Grafik oben wird das Bauchgehirn mit dem Gefühl gleich gestellt und das Kopfgehirn mit dem Intellekt. Dabei definiert das männliche Prinzip das SEIN und das weibliche Prinzip das WERDEN.

Entwicklungsphasen

Die menschliche Entwicklung beginnt intrauterin. Zum leichteren Verständnis startet der Zusammenhang mit der grafischen Einbindung in der oralen Phase.

orale Phase
Das ist die Phase, in der ein Kleinkind noch sehr von der Mutter abhängig ist. Es wird gefüttert, benötigt Zärtlichkeit, Zuwendung. Das Gefühl des ‚getragen seins‘, der Sicherheit manifestiert sich. Das Kind nimmt oral Nahrung auf. So erhielt die Phase ihre Bezeichnung.
In der oralen Phase geht es um das Wünschen, Phantasie entwickeln.

1. Reifung
In der ersten Reifung beginnt das ‚Sich aufrichten‘, ‚aufstehen‘.

anale Phase
In der analen Phase lernt ein Kleinkind die Bedeutung des ICH. Mama und Papa sind andere Personen als es selbst. Es nimmt wahr und beginnt bewusst zu unterscheiden zwischen sich und dem Umfeld.

genitale Phase
Die genitale Phase ist unterteilt in zwei Ebenen, die dem Gefühl näher stehende und die dem Intellekt näher stehende. Während das Gefühl den Nährboden zur Verfügung stellt, sorgt der Intellekt für die kreative Umsetzung, das Machen, Tun.

Erkenntnis
Alles trägt männliches und weibliches in sich. Die Betonung des einen hat eine Ursache und ist  gleichzeitig Wirkung auf das andere.
Dieses Wissen hilft dann, wenn ein bestimmter Bereich weniger oder mehr ausgeprägt ist als die anderen. Achtsames Beobachten, was Hinderungsgründe der Entwicklung in dem weniger betonten Bereich sind, hilft die bereits vorhandenen, jedoch ungenutzten Ressourcen zu stärken.
Therapeuten und Beratern, die sich mit Psychologie, Tiefenpsychologie oder Pädagogik öffnet dieses Wissen erweiterte Perspektiven. Durch das Erkennen von Blockaden finden sie gleichzeitig den möglichen tiefenpsychologischen Ursprung, der sich anschließend wie ein roter Faden durch die Lebensgeschichte zieht.
Verantwortungsvolle Therapeuten und Berater wissen: Würden Sie den Faden am Ursprung bearbeiten, bliebe das Strickmuster immer noch erhalten; übereiltes Vorgehen könnte zu weiteren Blockaden und Verdichtungen führen. Wer jedoch vom Ende des Strickmusters mit dem Aufziehen beginnt, der erkennt, dass sich das Gewebte leicht und locker auflösen lässt.

Gerne stehe ich für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Herzlichst

Karin Pietzek

Entspannungspädagogin
Coach für Burnout Prävention, Supervision

Tel.: 07733 – 501 49 19
www.kybkom.de