Kybalion, Prinzip Der Schwingung, Tiefenpsychologie, Hypnose, Systemstellen, Meditation

Kybalion: Das Prinzip der Schwingung

Das Prinzip der Schwingung lautet: „Nichts ist in Ruhe, alles bewegt sich, alles ist in Schwingung.

Wann hilft dieses Wissen im Alltag?

Mir ist bewusst, dass Schwingungen -wie bei einem Radiosender- von einem Sender zum Empfänger gehen. Schwingungen sind demnach Informationsträger und verbinden uns mit Situationen, Gefühlen, Erinnerungen. Wir fühlen uns angezogen durch Menschen mit gleicher Schwingung und abgestoßen oder gleichgültig zu Menschen mit anderen Schwingungen.

Stelle dir folgende Alltagsszene vor:
Du hast eine Familie, die du liebst. Die Eltern und Geschwister sehen dich relativ selten, der Alltag von allen scheint die meiste Zeit von allen zu beanspruchen. Du hast dich irgendwann damit abgefunden, besuchst jedoch die Familienmitglieder an ihrem Geburtstag und an den Feiertagen.
Stell dir nun vor, du hast dich für einen Hund entschieden, der als Welpe zu dir kommen wird. Du weißt, dass er erst noch stubenrein werden darf. Noch bevor du das Tier kennst, erfährst du von deinen Eltern, dass der Welpe nicht in die Wohnung darf. Das tut dir zwar weh, doch du kannst es nachvollziehen. Entscheidest dich dann dafür, dass du in der Zeit -bis das Tier stubenrein ist- trotz längerer Anfahrt nur relativ kurze Zeit in der Wohnung bist. Den Rest der Zeit wirst du draußen, beim evt. gemeinsamen Spazierengehen, verbringen. Du möchtest den Kontakt zu deiner Familie aufrechterhalten, auch wenn er zeitlich limitiert ist. Der Welpe ist in der Zeit -in der du in der Wohnung bist- im Auto, das im Schatten steht und die Fenster geöffnet hat (nur wenn es nicht zu kalt ist).
Du teilst diese Info bei einem Familienfest mit und hast das Gefühl, dass dich jemand aus der Familie missverstanden hat. Also rufst du an, hinterlässt deine Gründe auf Anrufbeantworter. Einen Tag später erhältst du einen Anruf von der betreffenden Person. Der Anrufbeantworter sei defekt, es war nur gesehen worden, dass du angerufen hattest. Das Gespräch beginnt ruhig, doch dann plötzlich kippt es. Am Vortag wurden dir vermeintliche Fakten präsentiert, die du anders siehst. Da es nicht zur Aussprache kam, schautest du sicherheitshalber nochmals nach und erwähntest lediglich deinen für dich bestätigten Fakt. Daraufhin wirst du der Lüge bezichtigt und erfährst Zusammenhänge, bei denen sich ‚deine Nackenhaare kräuseln‘ und ‚die Zehnägel hochrollen‘, kurz weitere vermeintliche Fakten, die grundlegend anders als deine Wahrnehmung sind.

Das Erlernen der Prinzipien und der Umgang mit ihnen im Alltag, greift genau in solchen Momenten. Denn, wenn alles Schwingung ist, können wir in jeder Sekunde unseres Lebens, unsere Schwingung so gestalten, dass sie uns und unserem Umfeld wohltut. Sind wir uns dessen nicht bewusst, dann kann es in Momenten wie oben beschrieben zu Wut oder Trauer kommen, die sehr schnell dafür sorgt, dass wir „außer uns sind“.

Was sich relativ leicht schreiben lässt und theoretisch auch klar ist, zeigt sich in der praktischen Umsetzung bei vielen als ausbaufähig. Ich gehöre im Moment noch zu der Gruppe derer, die lernen dürfen, ihre Gefühle -also ihre Schwingung- unter starker emotionaler Belastung, in Ruhe schwingen zu lassen.

Die Wahrnehmung des Gegenübers, ganz gleich welche Vorwürfe und vermeintliche Fakten genannt werden, ist die für diese Person gültige Wahrheit. Sie ist genauso gültig wie die eigene Wahrheit, die mit Fakten untermauert werden kann. Doch wofür willst du untermauern? Welche Emotion, welches Mangelgefühl steht hinter dem Wunsch des ‚Recht-haben-wollens‘ oder ‚Gesehen-werden-wollens‘. Das Erkennen der Hintergründe kann in solchen Situationen helfen, die eigene Ruhe schneller präsent werden lassen oder in der Situation das „ruhig-bleiben“ fördern.
In dem Wissen, dass wir alle Eins sind, spiegelt ein Mensch, der deine Ruhe-Schwingung in Wut-Schwingung verändern kann, möglicher Weise unbekannte Trigger.

Der Begriff ‚Trigger‘ stammt aus der Psychotherapie und beschreibt Auslösereize. Es geht demnach gar nicht mehr darum, wessen Wahrheit gültig ist, sondern viel mehr um eine irgendwann als schmerzhaft erlebte Situation. Das Gefühl des Schmerzes wird mit dem Trigger reaktiviert. Die wenigsten Menschen möchten wirklich Schmerz erleiden, also kommt es zu einem verbalen Wortgefecht. In der Folge hat der Auslösereiz seine Bestätigung und manifestiert mit jeder Wiederholung ein neuronales Muster in deinem Gehirn. Gleichzeitig hast du eine Bestätigung dafür, wie unmöglich der andere ist, der bei dir den Trigger genutzt hat.

In dem Moment, in dem wir disharmonische Schwingungsmuster unterbrechen, können wir unser Leben bewusster und glücklicher leben.

Die Quantenphysik lehrt, dass alles in Bewegung ist und aus Schwingung besteht. In einer sehr vereinfachten Ausdrucksweise formen die Kombination von Schwingungsdichte und Schwingungsart (Wellen)  unterschiedliche Erscheinungen.
Dazu zählt sowohl Materie als auch, dass Licht, Wärme, Magnetismus und Elektrizität Bewegungsmuster sind, die andere Schwingungen anziehen oder abstoßen können. Wir kreieren durch unsere Schwingung (Gedanken, Emotionen, Taten) unsere Erlebniswelt. Wir haben es selbst in der Hand, wie wir unsere Erlebnisse erleben möchten. In Fülle oder im Mangel.

Ein kleiner philosophischer Exkurs zum Prinzip der Schwingung, mit dem die Art der Wahrnehmung verbunden ist:
Im Bild oben sehen wir zwei Personen, die eine Treppe hinuntergehen und deren Schatten auf dem Fels. Gibt der Schatten ein Bild der Personen wie sie sind oder gibt er ein Bild der Personen, wie sie in ihrem Schatten des Momentes erscheinen, ist der Schatten real oder nicht real?

Im übertragenen Sinne erleben wir das genauso im Alltag. Wir nehmen einen Moment von jemandem wahr und glauben damit, diesen Menschen zu kennen. Wir wissen vielleicht den juristischen Namen der Person, doch ist uns selten bewusst, ob die Wahrnehmung des Menschen den Schatten oder den Menschen betrifft. Denn selbst, wenn es die Situation des Momentes wäre, den Mensch würden wir damit lediglich in der Situation beschreiben können. Von einer Erkenntnis, wie der Mensch denkt/fühlt/handelt, was in ihr/ihm vorgeht, wären wir noch weit weg. Immer dann, wenn jemand von ‚mein‘, ’sein‘ oder ‚ihr‘ spricht, wird ein Schattenbild als individuelle Wahrnehmung von jemandem beschrieben. Wie ‚Ich‘, ‚Er‘, ‚Sie‘, ‚Es‘ in der Komplexität der Zusammenhänge und Interaktionen ist, kann nur das Wesen selbst erkunden und über eine Darstellung des ’sich‘ zum Ausdruck bringen.

Karin Pietzek
www.kybkom.de