Meditation – Der Schlüssel Zu Unbewusstem Wissen

Meditation versus Kontemplation

In den Entspannungsmethoden haben Meditation und Kontemplation viele Gemeinsamkeiten und dennoch wesentliche Unterschiede. Beide zählen zu den Formen der Selbsthypnose, die auch über Dritte initiiert werden können. Beide führen zu abgesenkten, fokussierten Bewusstseinszuständen.

Betrachten wir uns den Wortstamm, dann kommt Meditation vom Lateinischen meditare, was laut Übersetzung  ’nachdenken, nachsinnen, sich vorbereiten, sinnen‘ bedeutet.
Kontemplation wird abgleitet vom lateinischen Begriff contemplare  ‚beobachten, erwägen‘.

Gemeinsam haben die beiden Formen, dass sie sich in allen Entspannungsmethoden finden. Wir beobachten, denken darüber nach, erwägen und bereiten uns dann auf den nächsten Schritt vor. Es gleicht einem sich vernetzen, einem Ausgleich zwischen dem einen und dem anderen.

Bei Entspannungsmethoden, die darauf abzielen, innerlich leer im Sinne von Gedanken-frei zu werden, geht es mehr um die Kontemplation. In der auch der lateinische Begriff templa, übersetzt Tempel in seiner Akkusativ-Form, vorkommt. Es geht demnach um „Wen“ oder „Was“ beobachte ich in meinem inneren Bezirk (Tempel). Ein Beobachten ist noch kein darüber Nachdenken.

Kann ich Beobachten ohne zu Denken?

Das ist eine Lernerfahrung im Stile von ‚back to the roots‘, also zurück zu den Wurzeln. Kleine Kinder können das sehr gut. Sie sind Spezialisten der Kontemplation. Sie beobachten. Erst wenn sie schon Erfahrung mit dem gemacht haben, was sie beobachten, können sie ggfs. mitfühlen oder -abhängig vom Alter- Assoziationen bilden. Haben sie noch keine Erfahrung damit gemacht, dann können sie das Beobachtete noch nicht zuordnen. Sie beobachten um des Beobachten willens.

Ist Meditation Denken?

Während Meditationen ist die Konzentration fokussiert auf etwas bestimmtes. Sie folgt entweder den eigenen Gedanken, inneren Bildern und Gefühlen oder einem vorgegebenen Pfad, der gehört wird.
Auf dem Weg ergeben sich weitere Gedanken, Bilder, Gefühle, Emotionen, die sich während der Meditation mit Gedankenkraft beeinflussen und verändern lassen. Im Ergebnis können beispielsweise Ereignisse wie z.B. Prüfungen vor-erlebt werden. Es lassen sich Szenarien finden, in denen wir leichter mit Stress-Situationen umgehen können.

Beispiel: eine Kundin hatte schon viele Jahre Prüfungsangst. Während einer Meditation, in der sie eine noch größere Angst (sie kann nicht schwimmen) besiegte und im magischen Bereich der Meditation vertrauensvoll einem Delfin die Führung überließ. In der darauffolgenden Prüfung war die Angst weg, sie bestand selbige hervorragend. Ob in einer Gruppenmeditation oder in der Einzelberatung: Die Geschwindigkeit, mit der Meditationen helfen können, begeistert mich immer wieder. Sie hängt unmittelbar mit dem zusammen, wie bereit jemand ist, sich auf sich selbst einzulassen.

Interessant finde ich, dass alle drei Formen, einzeln (Meditation, Kontemplation) oder gemischt, zum Loslassen von körperlichen und geistigen Symptomen führen können. Es handelt sich bei allen drei Varianten um Wege ins Unbewusste des ICH. Wer bin ich, Wie fühle ich mich, Weswegen fühle ich mich so, Wofür geschieht mir immer wieder das gleiche, Was kann ich ändern … .

Herzliche Grüße

Karin Pietzek

Entspannungspädagogin
Coach für Burnout Prävention
Supervision

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